August 2023 – mit Subterra Vorau unterwegs ein paar Erdställe erforschen
Beim Erforschen der Welt-Mysterien dürfen natürlich die sogenannten Erdställe nicht fehlen. Vor allem in Österreich, Deutschland und der Schweiz sind diese unterirdischen Anlagen sehr bekannt. Teilweise auch Schrazlloch oder auch Heidenlöcher, Zwergerlloch, Rätselloch, Erdleitlloch, Alraunhöhle, Alrunenloch, Erdweiblschluf genannt.
Ein Erdstall ist ein künstlich geschaffenes unterirdisches Stollen- oder Gangsystem – eigentlich ein weltweites Phänomen, welches auch oft mit unterirdischen Städten (z.B. Türkei – Derinkuyu oder Kaymakli) in Verbindung gebracht wird. Erschaffer und Alter sind weitgehend unbekannt.
Alleine aber in der Gegend rund um Vorau (Steiermark, Österreich) wurden bis dato über 800 (!) Erdställe entdeckt. Viele davon wurden irgendwann einmal zweckentfremdet, z.B. als Weinkeller, als Verstecke (z.B. während Kriegszeiten) oder auch zum Bergabbau von verschiedenen Materialien – wenn dies der mögliche Fall war. Der ursprüngliche Zweck solcher Anlagen konnte bis dato jedoch nicht ausgeforscht werden – sie sind nämlich viel älter, als man uns glauben lässt.
In Vorau gibt es verschiedene Arten von Erdställen, die ich dir hier vorstellen möchte. Bei dem größtenteils sehr massiven Gestein in Vorau hätte man vor Jahrtausenden mit den uns bekannten alten Werkzeugen pro Tag lediglich 5cm (!) Vorankommen geschafft – warum diese große Mühe? Und das zu Hauf auf der ganzen Erde!
Oft werden auch die sogenannten Loch-Steine oder Menhire mit den Erdställen in Verbindung gebracht. Einige behaupten, diese Monolithen zeigen den Weg zu den Eingängen der Erdställe (entweder man sah durch die künstlich geschaffenen Löcher oder man peilte bestimmte Sonnen-Richtungen an). Allerdings wird oft vergessen, dass auch solche riesen Steine zweckentfremdet wurden, z.B. wurden die runden Löcher in den Steinen eckig ausgeschliffen und sodann als Gattersteine (bei Zäunen bzw. Zaun-Toren) verwendet. Während meiner Erdstall-Tour kamen wir auf ein Grundstück eines Bauers, welcher gleich einige Lochsteine auf seiner Wiese stehen hatte. Auf Nachfragen erzählte der Grundstücksbesitzer, dass sein Großvater diese Steine dazumal gesammelt hatte und diese von überall aus der Gegend auf sein Grundstück brachte. Also, du siehst, die Theorie der Markierung der Erdstall-Eingänge mittels Lochsteine ist ziemlich dürftig.
Viel Spaß nun bei meinem kleinen Filmchen „Erdställe rund um Vorau“ 🙂
Am besten ist noch immer: fahr in die Steiermark und mach dir selbst ein Bild 😉 Go – explore the world!
Bis zum nächsten Ausflug und alles Liebe, Nici Mayer
Quelle, außer Eigenrecherche vor Ort: https://www.subterravorau.at/

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