
Oktober 2023 – da stehe ich nun auf der Spitze der „Pyramide des Mondes“ (Namensgebung Dr. „Sam“ Semir Osmanagic) in Visoko/Bosnien, sehe mir die wenigen Ausgrabungen genau an und muss sofort an Zyklopenmauern denken. Wie das?
Offiziell wissenschaftlich wurden die Ausgrabungen in und rund um Visoko und den sogenannten Bosnien – Pyramiden noch nicht bestätigt. Das Grundstück auf der Spitze der 190 Meter hohen Mond-Pyramide gehört zum Beispiel einem Obstbauern. Auf einer großen Wiese finden sich ein paar Reihen Apfel- und andere Obstbäume, sowie ein kleiner selbst-gebastelter Unterstand mit Sitzgelegenheiten, bei welchem der Besitzer selbst-gemachten Apfelsirup und Obstschnäpse gegen ein kleines Trinkgeld verkosten lässt (ein paar typische Touristen-Souvenirs und Kaffee darf natürlich nicht fehlen). An einigen Stellen wurde der Boden aufgegraben, bis man auf archäologische Funde stieß, seitdem kümmert sich allerdings keiner mehr um den Erhalt und die Fundstellen verwittern zunehmest. Offiziell ist dort nichts zu finden, alles nur natürlich entstanden, daher wird es auch so behandelt. Darum: so schnell wie möglich Visoko besuchen, selbst ein Bild machen und eine Meinung bilden…
Gleich vor dem selbst-gebastelten Unterstand befindet sich eine Ausgrabung von etwa 5×5 Metern und 2-3 Meter Tiefe …es wurden Stufen, Boden und der Eingang zu einem Schacht freigelegt. Dann wurde aufgehört zu graben, als auch zu schützen und ein großer Teil ist schon wieder natürlich zugewachsen. Dennoch ist alles noch sehr klar zu erkennen – auch die Stufen, welche bereits wieder mit Gras bewachsen sind. Gar nichts Natürliches hier!



Ein paar Meter weiter wurde im Boden ein Feld von ca. 10×6 Meter Fläche freigelegt (Tiefe rd. 1-1,5 Meter). Hier ist ganz klar eine Mosaik – Gestaltung zu erkennen: absichtlich verschieden große geordnete Boden-Steine bis Steinchen – an wenigen Stellen erkennt man sogar noch das gelegte Muster (bogenförmige Steinreihen)!! Alles natürlich – dass ich nicht lache 😉







Die Wiese des Obstbauern ist von Wald umzäunt – ein paar Meter in diesen hinein gelangt man zur höchsten Stelle der Pyramide des Mondes. Auch dort wurden einige wenige Stellen im Waldboden freigelegt – eine wunderbare „Straßen-Bepflasterung“ wurde hier gefunden.



Wieder hinaus aus dem Wald auf die Wiese ein paar Meter in südöstlicher Richtung findet man zwei weitere breite Ausgrabungsstreifen von etwa 8×5 und 10×4 Metern, sowie eine etwa 20 Meter lange freigelegte – ich sage mal – Straße. Penibel aneinander gereihte Steinkacheln, die den Boden bedecken – das kann nicht natürlich sein. Erkennbar sogar Reste eines historischen „Fliesenklebers“ aus Kalkstein.



Diese Stellen sind bis dato auf der Mond-Pyramide noch am besten erhalten. Die Sonne gab ein schönes Nachmittagslicht und ich sah mir die Stein-Kacheln genauer an. Sofort musste ich an die weltweit vertretenen sogenannten Zyklopen-Mauern denken, bei welchen Steine in wahnsinnig unpassenden Formen und diversen Ecken penibel aneinander eingepasst werden, ohne, dass auch nur eine Stecknadel dazwischen passt. Oft stehen solche Mauern auch in Zusammenhang mit megalithischen Bauten. Hier nur ein paar wenige Beispiele aus meiner privaten Sammlung –>



Betrachtet man nun die Anordnung der Steinkacheln auf der Mond-Pyramide etwas genauer, wird man meinen Gedankengang zu den Zyklopenmauern rasch nachvollziehen können. Hier ein paar Beispiele, die es verdeutlichen. alles Zufall oder was?! 😉 –>





Mein Gedanke war weiter: Nachdem es nicht nur eine zufällig kompliziert angelegte Anordnung bei den Steinfliesen auf der gesamten Mond-Pyramide gibt und ich genau diese eine zufällig gefunden habe, sondern unzählige nebeneinander, immer wieder, wiederkehrend, muss es dahinter wiederrum ein „System“ geben. Die Errichter dieser Straßen / dieses Untergrundes müssen einfach so gearbeitet haben – so normal, wie es irgendwann einmal war Zyklopen-Mauern mit 10-eckigen Steinen zu errichten und alles drum herum einzupassen.
Wie gesagt, offiziell und aktuell ist auf der Mond-Pyramide alles natürlichen Ursprungs (alles zufällig so „gewachsen“ haha ;)), aber ich meine, meine Fotos sprechen für sich. Alles Zufall… oder was?
Bleib neugierig, bis zur nächsten Reise und alles Liebe,
Nicole Mayer
Hinterlasse einen Kommentar