Malta – under water

Mai 2023 – Im Zuge einer A.A.S. – Reise (https://www.sagenhaftezeiten.com/ A.A.S. = Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (= Search of Extraterrestrial Intelligence)) suchten wir gemeinsam mit Erich von Däniken und Ramon Zürcher die mysteriösen Rätsel Maltas auf. Auch dabei darf ein sogenannter Zufall nicht fehlen 😉

Das Land Malta ist für sich selbst ein einziges Mysterium. Auf einer minimalen Fläche (wobei Malta die Circa-Ausmaße von rd. 14 x 21km und die kleine Schwestern-Insel Gozo von rd. 14 x 7km haben) existieren beispielsweise über 20 (!!), bis dato entdeckte, megalithische Anlagen – jede hat zumindest ein Sonn- oder Wintersonnwende-Phänomen „eingebaut“. Wir nennen sie heute „Tempel“ – die tatsächlichen Zwecke sind bis dato allerdings unklar.

Einer dieser Tempel und dessen Legende ist auch dafür verantwortlich, dass Malta, die Insel der Riesen, genannt wird. Der Ġgantija Tempel auf Gozo wurde der Sage nach von einer Riesin innerhalb von einer Nacht gebaut.

Außerdem ist Malta berühmt für das massive Vorkommen der sogenannten „Cart Ruts“ oder „Karrenspuren“ (manchmal auch „Wagenfurchen“ und „Schleifspuren“), wie sie im Jargon genannt werden.

Diese riesigen Rillen sind bis dato ein Rätsel – mittlerweile wurden über 20 Theorien überprüft, welche sich alle als nichtig erwiesen haben. Eine der gängigsten ist, dass jene Rillen eine Art Gleise waren, die zum Befördern der Steine für die megalithischen Anlagen verwendet wurden. Die Theorien, bei welchen die Rillen mit Wagenrädern oder auch Kugeln befahren wurden, konnte weitgehend allerdings bereits ausgeschlossen werden. Der Grund: teilweise sind die Rillen so tief (maximal gemessene Tiefe mit rd. 80cm), dass demnach Räder mit einem Durchmesser von bis zu 1,60m darin Platz hätten; Kurven, die diese Räder auf den Spuren nehmen (und sich auch teilweise überschneiden, wie man am oberen Foto erkennt) sollten, sind jedoch zu eng für eben solche großen Räder.

Karrenspuren oder Cartruts finden sich generell verstreut über Europa: teilweise kommen sie in England oder Afrika einfach aus dem Meer heraus bzw. führen unter Wasser. So auch in Malta. In Marsaxlokk gibt es noch ein schönes erhaltenes Beispiel dafür.

Vor der nördlichen Küste von Malta hatte ich die Gelegenheit an einem Tauch-Ausflug teilzunehmen.

Ziel des Tauch-Teams der A.A.S. war es, Unterwasser-Cartruts ausfindig zu machen. Ich bin zwar keine Taucherin, wollte mir dennoch das Expeditions-Spektakel nicht entgehen lassen.

Insgesamt gab es für das Taucher-Team drei Stops auf dem Wasser, bei welchen sie auch rasch fündig wurden. Die Meeresgründe rund um Malta sind anscheinend voll mit „Karrenspuren“.

So – nun zu meinem „Zufall“: Wie ich schon erwähnt habe, bin ich keine Taucherin, aber zumindest habe ich bei jeder Erforschung meine gopro (Action-Camcorder) mit dabei – so auch hier.

Während sich das Taucher-Team bei hohem Wellengang und unter großer Anstrengung zum Meeresgrund und somit zu den Cartruts vorkämpfte, schwang ich mich kurzerhand über die Ausstiegsluke unseres Bootes über die Wasseroberfläche und hielt meine gopro – festgemacht an einem Stick – einfach auf gut Glück ins Wasser. Während ich vom Boot herunterhing und versuchte die Kamera aufgrund des hohen Wellenganges überhaupt ordentlich unter Wasser zu bekommen, rechnete ich mir meine Erfolgschancen jedoch als sehr gering aus.

Zurück an Land, machte ich mich natürlich sofort daran, mein Unterwasser-Material zu untersuchen. Da staunte ich dann gewaltig!

Erstens: Cartruts kann man sogar von Board aus einfangen 😉 –>

Zweitens: das weitaus Beachtlichere war, dass meine gopro auffällige Strukturen am Meeresgrund erfasst hatte. Durch Fotobearbeitung und vor allem durch Kontrastverstärkung, erkennt man Strukturen, die ich nicht einer natürlichen Entstehung zuordnen kann. Alles Zufall, oder was? 😉

Meine Kollegen der A.A.S. waren mindestens genauso fasziniert wie ich – zumal mir diese Aufnahmen ohne viel Mühe, ohne Schnorchel oder Sauerstofflasche (hihi), gelungen sind, zum anderen allerdings: da liegt noch viel mehr unter der Wasseroberfläche, als man bis dato angenommen hat.

Das wirklich Faszinierende daran ist: Die Meerestiefen an den Stellen der Tauchgänge betrugen zwischen 5-8m. Laut Wissenschaft ist der Gesamt-Meeresspiegel weltweit in den letzten 3.000 bis 7.000 Jahren um ca. 2-3m angestiegen. D.h. auch vor 7.000 Jahren müssten diese Strukturen, die meine gopro erfasst hat, unter Wasser gestanden haben. Was dazu führt, dass mich eine logische Schlussfolgerung annehmen lässt: diese Strukturen müssen älter als 7.000 Jahre sein.

Ob sich jemand bis dato die Mühe gemacht hat, solchen Spuren, wie z.B. den Karrenspuren/Cartruts unter Wasser rund um Malta herum, zu folgen? Nein.

Ob die Karrenspuren vor Verfall geschützt werden? Nein.

Auf welche Entdeckungen oder Erkenntnisse wir wohl stoßen würden, wenn ein europaweites Karrenspuren-Netz kartografiert werden würde?

Ich sage dir eines: schau dir die Cartruts noch an, solange sie noch erhalten sind, und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus 😉

Bis zur nächsten Expedition und alles Liebe,

Nicole Mayer