Mystisches Waldviertel – geometrisches Waldviertel? Teil I

Ein Bericht, der mit einem geplanten Ausflug zur einzig (bekannten Stein-) Pyramide Österreichs beginnt. Gelegen im Bezirk Zwettl in Niederösterreich im sogenannten „mystischem Waldviertel“. Dieses Gebiet, in dem unter anderem die Steinpyramide liegt, wird auch als „Energie-Arena Groß Gerungs“ benannt.

April 2023, die Steinpyramide liegt in einem Waldstück der Gemeinde Ober Neustift zugeordnet. Sie liegt als Station auf mehreren in der Gegend beschilderten Wanderwegen. Wenn man vom offiziellen „Parkplatz Steinpyramide“ aus losgeht, wird auf einer Marmortafel noch auf andere „große Steine“ aufmerksam gemacht – Kierlingstein, Opferstein, Wackelstein, Weltkugel und eben die Steinpyramide –  aber dazu komme ich etwas später.

Der Wanderweg startet gleich einmal mit einem großen Runenstein – welcher aber leider nicht näher beschildert ist oder erwähnt wird.

Nach gemütlichen 15-20 Minuten Sparziergang startet ein neuer Weg im 90° Winkel in den Wald hinein. Dieser Weg ist nicht nur der einzige offizielle Zugang zur Steinpyramide, er ist eine schnurgerade wunderschöne mystische Allee, die etwas bergauf verläuft – man spürt bereits, dass man ehrfürchtiger werdend einen kleinen Aufstieg zu etwas „Besonderem“ antritt – „Was verbirgt sich am Ende der Allee?“.

Nach wenigen Gehminuten kann man die Pyramide in der Ferne bereits ausmachen. Dort angelangt, begrüßt den Wanderer eine Tafel, auf der unter anderem die vor Ort vorkommenden geomantischen Linien erklärt werden: Radiästhesist Alois Melber stellte fest, dass insgesamt acht Linien direkt im Zentrum der Pyramide zusammenlaufen; vier geomantisch positive Linien und vier rechtsdrehende Wasseradern. Zwei Beobachtungspunkte (jeweils ein Hochsitz und Bänke) stehen zur Verfügung, wobei einer davon direkt auf einer Kraftlinie, einer geomantisch positiven, liegt, welcher auch zum Kraftanken empfohlen wird. Der Zugang führt aus östlicher Richtung zur Pyramide, abseits der geomantischen Linien; der „Kraft-spendende“ Beobachtungspunkt liegt auf einer Linie, die die Pyramide aus Süd-Richtung ansteuert.

Die Steinpyramide besteht aus vier kreisförmigen Ringen, wobei die unterste Stufe 16,80m Durchmesser und die oberste 7,20m Durchmesser misst. Auf der Informationstafel wird außerdem erwähnt, dass es sich sogar um die einzige Steinpyramide Mitteleuropas handeln soll – diese Behauptung bleibt wohl vorerst als unbestätigt mal so stehen 😉

Nachdem ich mittlerweile nun schon zweimal diese Pyramide besucht habe, kann ich bestätigen, dass sie ein beliebtes Wander- und Radausflugsziel ist und man daher selten die Pyramide für sich alleine haben wird – zumindest bei gutem Wetter. Es fällt jedoch sofort auf, dass Menschen beim Eintreffen bei der Pyramide automatisch ruhiger und andächtiger werden – als ob sie eine Kirche betreten würden. Aus eigener Wahrnehmung beim Verweilen am Hochstand auf der beschilderten geomantisch positiven Linie, kann ich nur erwähnen, dass ich nach ca. 1-2min ein leichtes Kribbeln in Händen und Füßen gespürt habe – so als ob man etwas elektrisch positiv Aufgeladenes berührt, der berühmte Türgriff bei der Autotür, nur in abgeschwächter Form. Ein Wander-Gefährte hat dies im Nachhinein genauso kommentiert, noch bevor ich von meinen Eindrücken schildern konnte. 

Was ich allerdings noch auf diesem Beobachtungspunkt feststellte, war, dass laut meinem Kompass die Linie nicht südlich auf die Pyramide trifft, sondern südöstlich. Was auch immer das heißen mag – mein Kompass war auf jeden Fall funktionstüchtig und nicht irritiert oder Ähnliches.

Die Steinpyramide wirkt ziemlich eindrucksvoll, vor allem, weil man in einem Gebiert, wie dem Waldviertel, mit so einer Konstruktion mitten im Wald zuerst einmal gar nicht rechnet. Schaut man vom offiziellen Zugang aus als erstes auf die Pyramide, wird man vielleicht vorläufig kurz enttäuscht sein, denn das hintere Drittel der Stein-Stufen ist ziemlich heruntergekullert. Erst beim Umrunden der gesamten Pyramide fällt die hervorragende Konstruktion der kleinen – sich ineinander haltenden – Steine auf. Recherchiert man etwas im Internet, findet man einige Meldungen, dass die Pyramide 2000/2001 saniert wurde, im Jahr 2007 aber leider wieder ein größerer Schaden entstanden ist und der Lauf der Natur seitdem wieder an der Pyramide nagt. Weiter findet man eine Meldung: „Um die Pyramide dauerhaft(er) „haltbar“ zu machen, müsse man einen Betonsockel schaffen. Da vom Verein für Kulturförderung in Groß Gerungs aufgrund der entsprechenden Radiästhesie-Ergebnissen befürchtet wird, dass durch eine Manipulation mit Beton die geomantischen Kräfte negativ beeinflusst würden, unterließ man eine erneute Renovierung bis heute.   

So – kommen wir nun zu einem Teil der weiter erwähnten anderen Steine. Wenn man etwas in der Gegend – abseits des Waldes – umherwandert oder mit dem Auto fährt, stechen ein paar weitere „Stein-Beschilderungen“ ins Auge: nämlich die des „Opfersteins“ und der „Weltkugel“.

Der Opferstein, zu dem ich mich an meinem ersten Besuch in der „Energiearena Großgerungs“ als nächstes begab, liegt in einem Gelände, das der Ortschaft Thail zugeordnet ist. Zwischen einigen kleinen Feldern und Wiesen befindet sich auf einem kleinen Hügel ein noch kleineres Waldstück, in dem sich nicht nur der Opferstein, sondern auch ein „Summstein“ (sowie ein sogenanntes „Baumtelefon“) finden.  

Eine Informationstafel zeigt wieder eine geomantisch positive Linie, die in Nord-Süd Richtung (wie bei der Pyramide) die Opferschale des Opfersteins durchquert. Zudem soll dieser Stein einer der größten Schalensteine des Waldviertels mit einer sogenannten „Blutrinne“ sein. Die Wanne im Stein ist tatsächlich rd. 3m² groß, zwei Personen haben dort oben in rund 3m Höhe gemütlich Platz darin. Das gibt Raum für viele Spekulationen…  

Der Summstein, ca. 20m vom Opferstein entfernt, ist ein riesiger Monolith mit einem sichtlich künstlich geschaffenen Loch in der Mitte der Vorderfront. Eine weitere Informationstafel beschreibt den Vorgang: „Wer den Kopf in die Aushöhlung dieses tonnenschweren Steines steckt und in unterschiedlichen Stimmlagen summt, taucht für sich in eine geschlossene Welt ein. Man findet „seinen Ton“ und der Körper wird von Kopf bis Fuß in wohltuende harmonische Schwingungen versetzt. Die innere Massage wurde in verschiedenen älteren Kulturen für die Erhaltung der Gesundheit und zur Heilung benutzt.“. Solch einen „Summstein“ hatte ich bis dato noch nie gesehen. Wieder aus eigener Erfahrung kann ich das auf der Infotafel Beschriebene bestätigen. Spielt man etwas mit den Lauten und Tonhöhen herum, die man von sich gibt, wenn der Kopf im Summstein steckt, findet man eine Frequenz, von der der komplette Körper durchzogen wird – es wird auch lauter und intensiver. Bei den Eigenexperimenten fanden zwei Männer mit tieferen Stimmen sichtlich schneller die „eigene Frequenz“, als die zwei Damen. 

Eine Bemerkung zum „Summstein“: Rund einen Monat später auf Malta, auf der gemeinsamen A.A.S.-Reise, lernte ich das Hypogäum von Hal-Saflieni kennen. In der sogenannten „Orakel-Kammer“ befindet sich auf der linken Seite ein Loch in der gleichen Größe, wie das Loch beim Summstein im Waldviertel. Zu diesem Loch im Hypogäum wurde festgestellt, dass bei besonders tiefen Summtönen in dieses hinein, ein lautes Echo in der gesamten unterirdischen Anlage entsteht. Daher wurde im Nachhinein die Kammer als „Orakel-Kammer“ bezeichnet. „Witzig“ dachte ich mir; da steht mitten im Waldviertel ein Stein, der das auch kann.

Weiter ging es dann bei meinem Ausflug zur „Weltkugel“ im Unterrosenauerwald, rund 8km vom Opferstein entfernt. Es gibt zwar einen eigenen „Parkplatz Weltkugel“, man darf aber die Forststraße auch mit dem Auto weiter befahren. Das Ziel befindet sich allerdings in einem ziemlich steilen Gelände mitten im Wald. Auf dem Hang finden sich allerhand eiszeitliche Steinriesen wieder. Darunter benannte „Weltkugel“ mit rd. 7m Durchmesser und geschätzten 500 Tonnen,  welche wieder auf einer Informationstafel (diesmal mit der Anmerkung, dass jene vom „Verein für Kultur und Tourismus in Groß Gerungs“ erstellt wurde) beschildert ist.  Diesmal soll die geomantisch positive Linie von Osten nach Westen verlaufend direkt durch den Stein führen. Eine Bank in der energetisch positiven Zone lädt zum Entspannen ein. Es ist weites vermerkt, dass – zumindest – hier Messungen durch das Ludwig Boltzmanninstitut im Jahr 2003 durchgeführt wurden. Die wissenschaftlichen Untersuchungen fanden unter der Leitung von Frau DI Dr. Naomi Kempe statt. Untersucht wurden zwei Plätze bei der Weltkugel und deren Wirkung auf die Homöostase des Menschen. Das Ergebnis besagt, dass die beiden Plätze eine starke Wirkung auf den Herz- und Kreislaufmeridian haben. Das Versuchsteam stellte fest, dass die Plätze Bioinformationen besitzen, die die negative Wirkung der elektromagnetischen, radioaktiven und geopathogenen Belastung aufhebt, so lange sich die Menschen auf diesen aufhalten. Diese Wirkung hält nach Verlassen noch ca. 30 Minuten an. Es wird daher geraten, sich auf solchen Plätzen öfters aufzuhalten, wenn man im Arbeitsalltag oft mit elektrischen Geräten hantiert, viel mit dem Handy telefoniert oder einen schlechten Schlafplatz hat – kommentiert das Ergebnis der Messung.

Ich ließ es mir nicht nehmen,  den Hang oberhalb der Weltkugel weiter hinauf zu steigen und fand tatsächlich noch einen sogenannten „Schalenstein“ in östlicher Richtung. In dieser Gegend knipste ich wohl die eindrücklichsten Fotos, als auch nur mit dem Handy – die riesigen steinernen Zeugen der Vergangenheit machen sich dort besonders gut als Portrait.

So – hiermit wäre der Bericht über den ersten Ausflug in diese Gegend in Niederösterreich eigentlich beendet, wäre ich nicht – zu Hause wieder angekommen – auf die Idee gekommen, die „gefundenen Steine“ auf die Landkarte zu übertragen. Es war nämlich so: das eigentliche Ziel des Ausflugs war die Steinpyramide. Erst vor Ort wurde ich durch die Beschilderungen auf die anderen Steine aufmerksam. Daher wollte ich mir diese schlichtweg auf der Karte markieren.

Ich verband die drei Stein-Aufenthaltsorte mit direkten Linien und staunte nicht schlecht, als ich (zur Kontrolle) noch eine weitere vierte Linie einzeichnete. Siehe da, die geometrische Figur, die sich ergab, war ein nahezu gleichschenkeliges Dreieck. Zufall?

Mir ist das „geometrische Griechenland“ (eingehend im Buch „Im Namen von Zeus“ von Erich von Däniken beschrieben), die berühmte St. Michaels Ley-Linie, die von Irland bis Israel verläuft sowie weitere Ley-Linien-Phänomene, usw. bekannt, aber ein gleichschenkeliges Dreieck direkt im Waldviertel?? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass drei sichtlich Jahrtausende alte dokumentierte „besondere“ Steine ein gleichschenkeliges Dreieck ergeben?

Bleibt zu entdecken, in welchem Zusammenhang die restlichen Steine, wie der Kierlingstein oder der Wackelstein, dazu stehen oder ob sich dadurch vielleicht ein neues Muster ergibt…? Wenn man das entstandene Dreieck kopiert und daraus ein Hexagon formt, entstehen neue entsprechende Punkte auf der Landkarte, die es sich vielleicht zu entdecken lohnt. Diese Ausflüge stehen mir allerdings noch bevor – um weitere Punkte für ein eventuell „geometrisches Waldviertel“ zu finden. Bis dahin heißt es: Augen und Ohren offenhalten, es gibt noch viel zu entdecken!

Bis zum nächsten Ausflug und alles Liebe, Nicole Mayer

Möchtest du lieber Video-Schauen? 🙂 Kein Problem –>

Quellen, außer Eigenrecherche vor Ort:

https://www.gerungs.at/KRAFTARENA/Fotos_Info/Presse_Info_Fotos

Karte:

https://www.google.at/maps/dir/Steinpyramide,+Ober+Neustift/Opferstein,+Thail/Weltkugel,+Unterrosenauerwald/@48.6908263,14.9402862,11.75z/data=!3m1!4b1!4m20!4m19!1m5!1m1!1s0x4772e4899266f2d9:0xf541faba70c4585a!2m2!1d15.0614861!2d48.5759594!1m5!1m1!1s0x4772e3ef9477cee5:0x77c5aa13fba2d2d3!2m2!1d14.9534656!2d48.5801979!1m5!1m1!1s0x4772e3ba92097cc1:0xc6e978629f74db55!2m2!1d15.0109579!2d48.5963529!3e0?entry=ttu